Freiwilligendienste für Menschen mit Fluchterfahrung

Freiwilligendienste im Bereich Kultur und Bildung für Menschen mit Fluchterfahrung

Informationen in einem Flyer in verschiedenen Sprachen // Information in a folder in different languages:

Es gibt zwei Arten von Freiwilligendiensten in Deutschland:

// den BFD

// das FSJ.

BFD ist die Abkürzung für Bundes-Freiwilligen-Dienst.

FSJ ist die Abkürzung für Freiwilliges Soziales Jahr.

Beide Freiwilligendienste gibt es im Bereich Kultur und Bildung.

Das bedeutet:

Menschen arbeiten in einer Kultureinrichtung oder in einer Bildungseinrichtung mit.

 

Das sind zum Beispiel:

das Theater,

das Museum,

die Schule,

die Bücherei.

Wenn diese Einrichtungen im Freiwilligendienst mitmachen, nennt man sie Einsatzstellen.
Beim Freiwilligendienst arbeiten die Menschen freiwillig in den Einsatzstellen.
Sie tun damit etwas Gutes für das Zusammenleben in der Gesellschaft.
Sie tun das nur für eine bestimmte Zeit, mindestens 6 und maximal 18 Monate.
Und sie bekommen kein Gehalt für ihre Tätigkeit.
Aber sie bekommen ein Taschengeld.
Diese Menschen nennt man in Deutschland: Freiwillige.
Ein Freiwilligendienst ist keine Arbeit, sondern eine Form von Engagement.
Ein Freiwilligendienst ist aber auch nicht das gleiche wie ein Ehrenamt.
Beim Engagement gibt es mehr Regeln und Verbindlichkeit als im Ehrenamt.
Das bedeutet: Man kann auch einen Freiwilligendienst und ein Ehrenamt gleichzeitig machen.

 

Das können Sie im Freiwilligendienst machen

In einem Freiwilligendienst können Sie zum Beispiel:

Tätigkeiten machen, die Sie interessant finden,

Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen einbringen,

den Arbeitsalltag in Deutschland kennenlernen,

ausprobieren, welche Aufgaben und Tätigkeiten noch gut zu Ihnen passen,

herausfinden, welche beruflichen Wege Sie nach dem Freiwilligendienst gehen können,

eigene Projekte planen und durchführen,

andere Freiwillige bei den Bildungstagen treffen,

einen Sprachkurs machen,

Ihre Sprachkenntnisse anwenden und trainieren.

Das sind wichtige Voraussetzungen

Es gibt Regeln für die Freiwilligendienste.

// Für das FSJ müssen Sie jünger als 26 Jahre sein. Im BFD gibt es keine Altersgrenze.

// Sie müssen jede Woche mindestens 21 Stunden in der Einsatzstelle mitarbeiten.

// Ein Freiwilligendienst dauert mindestens 6 und maximal 18 Monate.

// Sie müssen eine Beschäftigungserlaubnis für den Freiwilligendienst haben.
Die Beschäftigungserlaubnis bekommen Sie von der Ausländerbehörde.

 

Die 3 Partner im Freiwilligendienst

Im Freiwilligendienst sind immer 3 Partner beteiligt:

// der Freiwillige oder die Freiwillige

// die Einsatzstelle

// der Träger

Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die folgenden Überschriften:

Für ein FSJ

Der oder die Freiwillige

// muss jünger als 26 Jahre sein. Im BFD gibt es keine Altersgrenze.

// arbeitet 40 Stunden in der Einsatzstelle mit.

// ist bereit, für 6 bis 18 Monate einen Freiwilligendienst zu machen.

// hat eine Beschäftigungserlaubnis für den Freiwilligendienst.

Für einen BFD

Der oder die Freiwillige

// arbeitet mindestens 21 Stunden in der Einsatzstelle mit.

// ist bereit, für 6 bis 18 Monate einen Freiwilligendienst zu machen.

// hat eine Beschäftigungserlaubnis für den Freiwilligendienst.

Die Einsatzstelle ist die Kultureinrichtung oder die Bildungseinrichtung, in der Sie als Freiwillige oder Freiwilliger mitarbeiten.

In der Einsatzstelle gibt es eine Person, die Sie begleitet.

Sie erklärt Ihnen die Tätigkeiten und beantwortet Ihre Fragen.

In jeder Einsatzstelle gibt es unterschiedliche Tätigkeiten.

Zum Beispiel:

// Im Theater gibt es Aufgaben in der Verwaltung,

// in der Bühnentechnik oder

// in der Öffentlichkeitsarbeit.

In einer Bücherei oder einer Schule gibt es andere Aufgaben.

 

Schreiben Sie in der Bewerbung für den Freiwilligendienst auf, was Sie in Ihrem Freiwilligendienst gerne machen möchten.

Und welche Interessen Sie haben.

Das hilft, eine passende Einsatzstelle für Sie zu finden.

Die Bewerbung für den Freiwilligendienst schicken Sie an den Träger.

Träger sind gemeinnützige Vereine. Sie arbeiten dafür, dass es den Freiwilligendienst gibt.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom Träger kümmern sich um die Planung und Durchführung des Freiwilligendienstes.

Sie begleiten die Freiwilligen und die Einsatzstellen.

Das heißt: Wenn Sie einen Freiwilligendienst machen, gibt es beim Träger eine bestimmte Kontaktperson für Sie.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Träger haben auch noch diese Aufgaben:

// Sie beantworten Fragen, wenn sich jemand für einen Freiwilligendienst interessiert.

// Sie helfen dabei, einen Platz bei einer Einsatzstelle zu finden, wenn jemand einen Freiwilligendienst machen möchte. Man nennt das: Sie kümmern sich um das Vermittlungsverfahren.

// Sie beraten die Einsatzstellen bei der Durchführung des Freiwilligendienstes.

// Sie besuchen alle Freiwilligen und Einsatzstellen einmal im Jahr.

// Sie machen die Öffentlichkeitsarbeit für den Freiwilligendienst. Sie setzen sich für die Interessen von allen Menschen ein, die beim Freiwilligendienst mitmachen.

// Sie machen die Bildungstage.

 

Der Träger schreibt auch einen Vertrag für den Freiwilligendienst. Dieser Vertrag heißt Vereinbarung.

In der Vereinbarung steht, welche Rechte und Pflichten Freiwillige, Einsatzstellen und Träger haben. Alle 3 Partner unterschreiben die Vereinbarung.

Damit Sie die Vereinbarung unterschreiben können, brauchen Sie eine Beschäftigungserlaubnis. Der Träger hilft Ihnen dabei, die Beschäftigungserlaubnis zu bekommen.

Das sind Ihre Vorteile, wenn Sie einen Freiwilligendienst machen

Klicken Sie auf das [+], um mehr zu erfahren.
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Sie können Tätigkeiten machen, die Sie interessant finden.

Sie arbeiten mit anderen Menschen zusammen.

Sie nehmen an Bildungstagen teil

Wenn Sie unter 27 Jahre alt sind, dann haben Sie 25 Bildungstage in 12 Monaten.
Wenn Sie 27 Jahre alt sind oder älter, dann haben Sie einen Bildungstag für jeden Monat.

// Bei den Bildungstagen lernen Sie andere Freiwillige aus anderen Einsatzstellen kennen.

// Und Sie lernen nützliche Dinge für den Freiwilligendienst und für die Zeit danach.

Oft geht es um kulturelle Themen.
Und es gibt auch künstlerische Angebote.

// Sie können zum Beispiel Theater spielen

// oder einen Fotokurs machen.

Die Bildungstage kosten für die Freiwilligen nichts.
Der Träger kümmert sich um das Essen und bezahlt die Reisekosten.

Sie können im Freiwilligendienst Ihre Sprachkenntnisse anwenden und verbessern.

Sie können auch an einem Sprachkurs teilnehmen.

Sie bekommen im Freiwilligendienst ein Taschengeld.

Sie sind im Freiwilligendienst sozialversichert.

Das bedeutet: Die Einsatzstelle zahlt die Sozialversicherung für Sie.
Zur Sozialversicherung gehört auch die Krankenversicherung.
Sie bekommen dann bei einem Arzt oder bei einer Ärztin die gleichen Leistungen wie deutsche Bürger und Bürgerinnen.

Sie bekommen Urlaubstage.

Zum Beispiel: Wenn Sie 12 Monate Freiwilligendienst machen, dann haben Sie 26 Urlaubstage.
Während des Urlaubs wird das Taschengeld weiter gezahlt.

Nach dem Freiwilligendienst bekommen Sie ein Zeugnis von Ihrer Einsatzstelle.

Das Zeugnis können Sie später bei Bewerbungen für eine Arbeit nutzen.

So können Sie mitmachen

Sie müssen sich für einen Freiwilligendienst bewerben.
Sie können gerne anrufen oder eine Mail schreiben.

Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung brauchen:
Wir helfen Ihnen gern.

 

Kontaktdaten:

.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.

Soma Said
soma.said@jugend-lsa.de
Telefon: 0391 – 244 51 -62
www.lkj-sachsen-anhalt.de