weltwärts – Entwicklungspolitscher Freiwilligendienst

Über den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts

weltwärts – der entwicklungspolitische Freiwilligendienst wird unterstützt und gefördert vom BMZ – Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

weltwärts BMZ-Förderung 2016-17 mit .lkj)

AKTUELL noch freie Plätze:

// Kinderhaus Frieda – Togo

// Lao Youth Union – Laos

// AMARC Youth International Network & Ghana Community Radio Network – Ghana

Kontaktiert uns bei Fragen unter info@lkj-weltwaerts.de und bewerbt Euch online

Was ist weltwärts?

weltwärts ist ein Freiwilligendienst und Lerndienst. Junge Menschen aus Deutschland arbeiten ein Jahr in den sogenannten »Entwicklungsländern«. Heute sagen wir im Globalen Süden. Die Jugendlichen unterstützen dort Einrichtungen.

Zum Beispiel

Schulen und Bildungsprojekte

Zentren für Kinder und Schüler_innen

Theater

Der Austausch und das gemeinsame interkulturelle Lernen stehen im Mittelpunkt. Die Freiwilligen sammeln Erfahrungen im Ausland und lernen Sprachen.

Sie versuchen, weltweite Zusammenhänge zu verstehen und sich auf eine neue Umgebung einzulassen.

Freiwillige bringen nach dem Freiwilligendienst ihre Erfahrungen in die deutsche Gesellschaft ein.

Auch junge Menschen aus dem globalen Süden helfen Einrichtungen in Deutschland und sammeln Erfahrungen. Dieser Freiwilligendienst heißt Süd-Nord-Programm.

Hier gibt es mehr Infos dazu.

 

Zeitraum

Der Freiwilligendienst startet immer im Sommer und dauert 12 Monate. Im Juli gibt es ein 12tägiges Ausreiseseminar. Im August erfolgt die Ausreise.

Manchmal kann der Freiwilligendienst auch kürzer als 12 Monate sein.

 

Wie ist der Ablauf?

Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die folgenden Überschriften:

Die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. hilft jedem*r Freiwilligen bei der Vorbereitung.

Die Freiwilligen müssen zum Beispiel:

// ein Visum beantragen

// sich impfen lassen

// die Sprache des Landes lernen

// einen Förderkreis aufbauen

Der Aufbau eines Förderkreises ist wichtig für das Programm. Ein Förderkreis besteht zum Beispiel aus Personen oder Firmen, die den Freiwilligendienst mit Geld unterstützen. Dieses Geld geht als Spende an die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. Der Spendenbeitrag sollte mindestens 200 – 250 Euro pro Monat sein. Die Spenden sind freiwillig.

Zur Vorbereitung gehört auch ein zwölftägiges Seminar, an dem alle Freiwilligen des weltwärts-Programm teilnehmen. Auf dem Seminar werden wichtige persönliche und organisatorische Fragen geklärt. Wir befassen uns mit Themen wie Kulturschock, Entwicklungspolitik, interkulturelle Kommunikation, Konflikte, die Rolle als Freiwillige*r, Rassismus, Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung, Konsum, Projektmanagement, Gesundheit, Sicherheit, Versicherungen und Landeskunde.

Während des Aufenthaltes stehen das gemeinsame Arbeiten, das Lernen von anderen Menschen und der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. Die Koordinatorinnen der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. sind für die Freiwilligen bei Fragen, Wünschen und Problemen da. Sie können jederzeit kontaktiert werden.

Im Land gibt es eine Mentorin oder einen Mentor, der die Freiwilligen begleitet und ihnen hilft.

Die Freiwilligen schreiben vierteljährlich einen Bericht über ihren Dienst. Nach einem halben Jahr gibt es wieder ein Seminar: das Zwischenseminar. Das Seminar hat zum Beispiel folgende Themen: Wie geht es mir? Was finde ich gut an meinem Freiwilligendienst? Was ist schwierig? Welche Wünsche habe ich? Was möchte ich weiterhin tun?

Nach der Ausreise aus dem Land schreiben die Freiwilligen einen Abschlussbericht.

Zurück in Deutschland gibt es ein Nachbereitungsseminar. Hier wird das Jahr im Ausland besprochen und Erfahrungen geteilt. Die ehemaligen Freiwilligen werden dabei unterstützt, sich aktiv gesellschaftlich und entwicklungspolitisch im Inland zu engagieren.

Die ehemaligen Freiwilligen nennen wir Alumni.

Was bekommen die Freiwilligen?

Die Freiwilligen bekommen während ihres Dienstes:

Flugtickets für die Hin- und Rückreise

eine Unterkunft

Geld für Unterkunft und Verpflegung

eine Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung

eine_n Mentor_in, die sie vor Ort unterstützt

ein Taschengeld

Seminare und Bildungstage

Nach dem Freiwilligendienst erhalten alle eine Bescheinigung und ein Zertifikat.

 

Welche Länder und Projekte gibt es?

Hier findest du eine Übersicht der Projekte.

Bolivien

Togo

Kolumbien

Kamerun

Ghana

Laos

Wer kann mitmachen?

Junge Menschen, die an weltwärts teilnehmen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

(Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die folgenden Überschriften)

Die Freiwilligen sind zwischen 18 und 28 Jahre alt.

Bei der Ausreise müssen alle volljährig sein!

Die Freiwilligen sind aus Deutschland. Sie haben:

// einen deutschen Pass

oder

// ein Aufenthaltsrecht

Die Freiwilligen haben die Schule mit dem Abitur abgeschlossen oder eine Berufsausbildung oder Erfahrungen in einem Beruf gesammelt.

Wer kann mitmachen?

Junge Menschen, die an weltwärts teilnehmen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

(Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die folgenden Überschriften)

Es ist gut, wenn die Freiwilligen die Sprache im Gastland ein bisschen sprechen. Zum Beispiel Englisch, Französisch oder Spanisch.

Freiwillige sind bereit, die Sprache des Landes zu lernen. Zum Beispiel: Laotisch.

Freiwillige haben einen Reisepass. Der Reisepass ist nach der Rückkehr nach Deutschland noch 6 Monate gültig.

Häufig möchten Freiwillige ihren weltwärts-Dienst nicht alleine antreten, sondern mit einem Freund, einer Freundin, dem Partner oder der Partnerin. Das können Freiwillige vorher mit der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. absprechen.

Viele Freiwillige durchleben bei weltwärts einen Reifungsprozess. Sie kommen eigenständiger und mit mehr Selbstvertrauen zurück. Es kann von Vorteil sein, den Freiwilligendienst allein zu machen. Vor Ort gibt es oft andere Freiwillige. Mit ihnen ist ein Austausch möglich.

Junge Menschen, die an weltwärts teilnehmen wollen:

// möchten neue Menschen, Kulturen und Sprachen kennen lernen

// arbeiten gern mit Menschen zusammen

// können gut auf neue Situationen reagieren

// sind belastbar und selbstständig

Sie interessieren sich für Fragen, wie zum Beispiel:

// Wie arbeitet Deutschland mit anderen Ländern zusammen?

// Was bedeutet Kultur?

// Woher kommt die Schokolade? Das bedeutet, sie interessieren sich für Globales Lernen.

// Was kann ich von anderen Menschen lernen?

// Wie sieht das Leben in anderen Ländern aus?

Weltwärts ist kein Freiwilliges Soziales Jahr – kurz FSJ. Freiwillige, die schon ein FSJ gemacht haben, können an weltwärts teilnehmen.

 

Weitere Fragen rund um den Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst

(Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die folgenden Überschriften)

Hier können Sie sich online bewerben. 

+++ Bewerbungsfrist bis zum 28.02.2017 verlängert!+++

Sie bewerben sich bis zum 31.12. wenn Sie im Sommer mit den Freiwilligendienst anfangen möchten. Wenn Sie sich später bewerben, kommen Sie auf eine Warteliste.

Im Januar und Februar finden Auswahlgespräche statt. Danach entscheidet die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. zusammen mit der Partnerorganisation, wer den Platz für einen weltwärts-Freiwilligendienst bekommt.

Im Gastland steht die gesamte Zeit ein Mentor oder eine Mentorin zur Verfügung. Ein Mentor ist eine Begleitperson. Sie hilft bei Fragen und Problemen. Sie unterstützt die Freiwilligen besonders in den ersten Monaten des Dienstes.

Die Koordinatorinnen der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. helfen bei:

// der Vorbereitung der Reise (Visa, Flüge, Impfung)

// der Kommunikation im Gastland

// eventuellen Fragen und Problemen

// der Rückreise nach Deuschland

Bei weltwärts sind 3 Partner beteiligt. Der oder die Freiwillige, die Partnerorganisation im Ausland und die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.

Das weltwärts-Programm wird mit Geld unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Abkürzung dafür ist: BMZ. Das BMZ ist ein Teil der Bundesregierung.

Das weltwärts-Programm gehört zu verschiedenen Einrichtungen und entwicklungs-politischen Programmen, die von der Firma Engagement Global gemeinnützige GmbH verwaltet werden. Die Arbeit von Engagement Global wird auch vom BMZ mit Geld unterstützt.

Für den Freiwilligendienst weltwärts gibt es Regeln. Diese Regeln muss die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. beachten. Dann funktioniert der Freiwilligendienst gut. Das bedeutet: Weltwärts hat eine gute Qualität.

Das prüfen zwei Vereine:

ventao

Quifd

Ventao bedeutet Verein entwicklungs-politischer Austausch-Organisationen.

QUIFD bedeutet Qualität in Freiwilligendiensten.

Was kostet es?

(Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die folgenden Überschriften)

weltwärts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Dadurch entstehen dir kaum Kosten für den Freiwilligendienst. Es werden Ausgaben für Visa und Impfungen anfallen. Da die .lkj) als Entsendeorganisation etwa ein Viertel der Kosten aus Eigenmitteln finanzieren muss, erwarten wir von euch,  sich an der Spendeneinwerbung für den Freiwilligendienst zu beteiligen.

Diese Kosten übernimmt die .lkj):

// Hinflug ins Gastland und Rückflug nach Deutschland (wird auch von der .lkj) gebucht)
// Pädagogische Begleitung (einschließlich Kosten für die Seminarteilnahme vor, während und nach dem Dienst)
// Betreuung durch eine/n Mentor*in vor Ort
// Auslandsversicherungen (Krankenversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung) werden von der.lkj) über indenso abgeschlossen und bezahlt
// Unterstützung der Projektpartner*innen
// Taschengeld in Höhe von 100 Euro monatlich (wird auf euer deutsches Konto überwiesen)
// 100 Euro für Verpflegung an euch oder ggf. an die Partnerorganisation, wenn ihr dort auch verpflegt werdet
// Eine Unterkunft nach landesüblichem Standard

Diese Kosten tragen die Freiwilligen:

// Kosten zur Aufrechterhaltung des Kranken- und Pflegeversicherungsschutzes in Deutschland
// Visagebühren und Fahrten zu Botschaften/Konsulaten in Deutschland und im Gastland
// Kosten für Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen im Gastland
// bei Bedarf Sprachkurse
// Impfungen (außer der, die für die Einreise Pflicht sind wie Gelbfieber) – wenn eure Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt, unterstützt die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. mit einem Widerspruchsschreiben.
// Reiseabbruchversicherung
// Gepäckversicherung
// Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch nach Magdeburg
// Kosten, die durch einen vorzeitigen (selbst verschuldeten) Abbruch des Freiwilligendienstes entstehen
// Anschaffungskosten für Dinge des persönlichen Bedarfs vor und während des Freiwilligendienstes

Die Teilnahme am weltwärts-Programm ist für die Freiwilligen größtenteils kostenfrei. Das BMZ fördert im Rahmen dieses Programms den Entsendeorganisationen 75 % der anfallenden Kosten. Von den Freiwilligen wird erwartet, dass sie sich bereits vor der Ausreise für das Partnerprojekt einsetzen und Spenden in Höhe von mindestens 200 Euro pro Monat zur Kostendeckung im Gastland aufbringen. Mit Hilfe dieser Spenden können die Entsendeorgansationen einen Teil der anfallenden Programmkosten decken und somit die Gesamtfinanzierung sicherstellen. Spendenquittungen stellen wir gerne ab einem Wert von 200 Euro aus, darunter reicht dem Finanzamt ein Kontoauszug!

Es bieten sich vielfältige Möglichkeiten, wenn es um die Akquise von Spendengeldern geht. Dabei ist es allerdings wichtig, die eigenen Ansprüche nicht zu hoch zu schrauben. Nicht jede/r kann und wird einen großen Betrag spenden. Es ist sicher einfacher (wenn auch aufwendiger), mehrere Leute für einen geringen Betrag zu gewinnen, als dass ein/e Person/ Institution/Unternehmen den gesamtem Betrag aufbringt.

Hier ein paar Vorschläge:

// Familie, Verwandte und Freund_innen können das Vorhaben unterstützen.
// Vereine die sich im lokalen Umfeld befinden oder ähnliche Themen bearbeiten wie das Projekt im Ausland. Natürlich können auch ganz gezielt Eine-Welt-Initiativen angesprochen werden.
// Aus Zeiten von Praktika in einer Firma, einer Organisation oder einem Verein bestehen vielleicht auch noch Kontakte, die als Spender_innen in Frage kommen.
// Die Kirchengemeinde, den Sport-Club oder bei Schulveranstaltungen ansprechen, ob Freiwillige dort gebackenen Kuchen o. ä. verkaufen können. Eine Spendenbox kann aufgestellt und über die Intention des Standes informiert werden.
// Die lokale Zeitung anfragen, ob Interesse daran besteht, in regelmäßigen Abständen einen Artikel oder Fotos zu veröffentlichen, die den Aufenthalt im Ausland dokumentieren sollen.
// Einige Banken sind lokal engagiert und fördern Projekte in der Region. Man könnte auch Unternehmen anschreiben, die Niederlassungen im Gastland haben. Die steuerliche Absetzbarkeit einer Spende wäre in diesem Zusammenhang sicher nicht unbedeutend.
// Die lokale Zeitung anfragen, ob Interesse daran besteht, in regelmäßigen Abständen einen Artikel oder Fotos zu veröffentlichen, die den Aufenthalt im Ausland dokumentieren sollen. Im Gegenzug dazu kann um eine finanzielle Unterstützung während des Auslandsaufenthaltes gebeten werden.
// Vielleicht benötigt ein Reisebüro in der Nähe länderspezifische Informationen oder interessante Fotos aus erster Hand, um Tourist_innen unfassender über eine Reise  informieren zu können. Gleiches gilt für ein Fotogeschäft. Vielleicht besteht Interesse daran, Fotos aus dem Gastland im Schaufenster auszustellen.
// Vielleicht gelingt es auch, eine_n lokale_n Politiker_in anzuschreiben, um diese_n für die Idee des Freiwilligendienstes zu gewinnen.
// Auch an der (alten) Schule bzw. Universität oder im Betrieb kann um Spenden gebeten werden.

Spendenkonto:

LKJ Sachsen–Anhalt e.V.
EthikBank
IBAN:
DE93 8309 4495 0003 3265 94
BIC: GENODEF1ETK

Verwendungszweck:Freie Spende, [Nachname, Vorname] weltwärts [Jahrgang]

Zum Beispiel:Freie Spende, Schneider, Helge weltwärts 15/16

Spendenquittung für Einmalspenden bis 200 € können Sie hier herunter laden. Sofern in der Überweisung der Name mit Anschrift angeben ist, stellen wir natürlich eine Spendenbescheinigung für Spenden über 200 € aus. Dies erfolgt in der Regel – zu unserer eigenen Entlastung – zu Beginn des neuen Jahres aus. So können auch Mehrfachspenden von Ihnen berücksichtigt werden.

Auch können die Eltern der Freiwilligen unter 25 Jahren einfach das Kindergeld spenden. Es soll aber vermieden werden, dass die Freiwilligen selbst etwas spenden bzw. die Spenden zu ihren Lasten gehen.

Natürlich können die Spender_innen über die Berichte und Blogs der Freiwilligen die Verwendung ihrer Gelder verfolgen und es werden Spendenquittungen von der .lkj) ausgestellt, da die Spenden steuerlich absetzbar sind.

Weitere Kosten

Wer übernimmt weitere Kosten, die mir im Rahmen meines welwärts-Dienstes entstehen (etwa Fahrtkosten, Reiseabruchversicherung etc.)?

Ausgaben, die nicht durch die Zuschüsse der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. gedeckt werden (s. oben) bzw. welche die Zuschüsse und das Taschengeld überschreiten, müssen von den Freiwilligen selbst getragen werden. Die Entsendeoragnisation müssen seit 2008 mit gleichenbleibender Förderung kalkulieren, können keine weiteren finanziellen Hilfen gewähren und auch keine Schwankungen des Euro auffangen.

Wer bezahlt meine Impfungen / das Gesundheitszeugnis?

Kosten für das Gesundheitszeugnis und Impfungen werden grundsätzlich von den Freiwilligen bei der Krankenkasse zur Kostenübernahme eingereicht. Im Falle einer Ablehnung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse kann die .lkj) Widerspruch einlegen. Bitte alle Belege und Quittungen sammeln!

Sozialleistungen

Wird das Taschengeld auf die Leistungen (z.B. Arbeitslosengeld) der Eltern angerechnet?

Eine Anrechnung auf Sozialleistungen der Eltern erfolgt dann, wenn der/die Empfänger_in sonstiger Einkünfte in einer Bedarfsgemeinschaft lebt. Beim weltwärts‐Taschengeld könnte es sich um sog. sonstige Einkünfte handeln. Bei Fragen wende dich bitte an die Örtliche Arbeitsagentur.

Kann den Eltern, wenn ich zuvor mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft gem. Alg II gelebt hat, nach dem Auszug die Übernahme des meines früheren Mietanteils verweigert werden? Können sie sogar zum Umziehen gezwungen werden?

Grundsätzlich haben die Eltern, die Arbeitslosengeld II beziehen („Hartz IV“), auch nachdem das Kind ausgezogen ist, Anspruch auf Übernahme der „angemessenen“ Kosten der Wohnung. Was angemessene Kosten der Wohnung sind, bestimmt sich nach der Anzahl der in der Wohnung lebenden Personen, aber auch nach der Ausstattung und dem Wohnstandard sowie dem örtlichen Mietniveau und der Verfügbarkeit von Wohnungen am Wohnungsmarkt.

Die weltwärts‐Zeit kann also für die Beurteilung, ob die Wohnung den Bedürfnissen der Eltern/Familie noch „angemessen“ ist, Auswirkungen haben. Dies ist immer eine Frage des Einzelfalls. Melde dich bitte frühzeitig bei der örtlichen Wohngeldstelle. Planst du den Wiedereinzug in die elterliche Wohnung, solltest du die Wohngeldstelle darüber in Kenntnis setzen.

Bei Fragen wende dich bitte an die örtliche Wohngeldstelle oder ARGE. Die jeweilige Zuständigkeit vor Ort kannst du unter www.wohngeldantrag.de erfahren.

Arbeitsverhältnis

Kann ich, wenn ich vor der Ausreise erwerbstätig war, während des Auslandsaufenthaltes weiter in die Arbeitslosenversicherung einzahlen? Wie berechnet sich dann, wie viel ich einzahlen muss?

Leider kann dies nicht pauschal beantwortet werden. Bitte wende dich, für eine individuelle Auskunft, an die örtliche Arbeitsagentur.

Kann ich, wenn ich meinen Job aufgegeben habe, um mit weltwärts ins Ausland zu gehen und bei meiner Rückkehr nach Deutschland arbeitslos bin, Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II beantragen?

Zur Wahrung möglicher Fristen kann es sinnvoll sein, mit der Entsendeorganisation eine entsprechende Einsatzdauer zu vereinbaren, die eine rechtzeitige Rückkehr nach Deutschland vor dem Erlöschen möglicher Ansprüche ermöglicht.

Arbeitslosengeld II bekommt jede/r, die/der weder ausreichende Einkünfte noch Vermögen für den laufenden Lebensunterhalt hat und für den Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. In jedem Falle lohnt eine Kontaktaufnahme zur örtlichen Arbeitsagentur vor deiner Ausreise.

Rentenversicherung

Bin ich während des weltwärts‐Dienstes in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert?

Nein. Teilnehmer des Freiwilligendienstes „weltwärts“ sind nicht kraft Gesetzes in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Es besteht jedoch die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung, das heißt du kannst für die Zeit des Dienstes auf Antrag freiwillige Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen.

Sollte ich während des weltwärts‐Dienstes freiwillige Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen?

Eine freiwillige Beitragszahlung an die gesetzliche Rentenversicherung kann dann empfehlenswert sein, wenn du bereits Beiträge in Deinem Rentenkonto hast – damit keine Lücken entstehen. Die freiwilligen Beiträge tragen dazu bei, die sogenannten Wartezeiten für bestimmte Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erfüllen. Als Wartezeiten bezeichnet man die für die jeweilige Leistung erforderliche Mindestversicherungszeit. Ansonsten wirken sich freiwillige Beiträge noch auf die Rentenhöhe aus.

Ob während des weltwärts‐Dienstes freiwillige Beiträge gezahlt werden sollten, müssen weltwärts‐Freiwillige nach ihren persönlichen Prioritäten und finanziellen Möglichkeiten selbst entscheiden. Eine Entscheidungshilfe kannst du  in den örtlichen Auskunfts‐ und Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger erhalten, deren Anschriften im Internet unter www.deutsche‐rentenversicherung.de zu finden sind.

Kann ich durch eine freiwillige Beitragszahlung einen Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwerben?

Nein. Zwar kann durch eine freiwillige Beitragszahlung die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt werden. Bei einer Rente wegen Erwerbsminderung müssen aber außerdem in den letzten fünf Jahren auch drei Jahre mit Pflichtbeiträgen vorhanden sein. Für die Voraussetzung „drei Jahre Pflichtbeiträge“ zählen die freiwilligen Beiträge nicht mit.

Kann, beziehungsweise muss ich zur Erhaltung eines Anspruchs freiwillige Beiträge zahlen, wenn ich aufgrund meiner bisherigen Tätigkeit einen Anspruch auf die Rente wegen Erwerbsminderung aus der gesetzlichen Rentenversicherung habe?

Nein. weltwärts-Freiwillige können aufgrund ihres Lebensalters den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente nicht durch eine freiwillige Beitragszahlung aufrechterhalten. Für die Voraussetzung „drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren“ zählen die freiwilligen Beiträge nicht mit.

Haben weltwärts‐Freiwillige jedoch die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren an Beitragszeiten erfüllt und haben sie in den letzten drei Jahren lückenlos Pflichtbeiträge gezahlt, sind für die nächsten zwei Jahre hinsichtlich des Anspruchs auf eine Erwerbsminderungsrente keine weiteren Anstrengungen erforderlich. Der Anspruch auf diese Rente besteht dann ohne weiteres für zwei weitere Jahre fort. Ob du diese Möglichkeit hast, solltest du in jedem Fall vorab bei einer Beratung durch den Rentenversicherungsträger klären.

Kranken-/Pflegeversicherung

Wie läuft es mit der Kranken‐/Pflegeversicherung weiter? Kann ich nach dem Dienst wieder in meine alte Krankenversicherung? Unter welchen Bedingungen?

Für Freiwillige, die vor Ausreise bei einer gesetzlichen Krankenversicherung waren, endet die Versicherungspflicht mit der Ausreise. Die Freiwilligen sind dann über die Entsendeorganisation versichert. Bevor du ins Ausland gehst, solltest du mit Deiner bisherigen Versicherung klären, wie der Versicherungsschutz nach Rückkehr wieder aufgenommen werden kann (z.B. Stornierung). Bei Bestehen privaten Krankenversicherungsschutzes vor Ausreise kann eine Anwartschaft sinnvoll sein.

Eine Anwartschaft stellt sicher, dass in der weltwärts‐Zeit eingetretene Gesundheitsverschlechterungen den Vertrag nicht berühren (kleine Anwartschaft). Im Falle der großen Anwartschaft, die auch entsprechend teurer ist, wird nicht nur der Status des Gesundheitszustands erhalten, sondern es werden auch weiterhin Alterungsrückstellungen in den Vertrag einbezahlt. Ohne Anwartschaft können Gesundheitsverschlechterungen dazu führen, dass du nach der weltwärts‐Zeit nicht mehr oder nur zu erschwerten Bedingungen bei einem privaten Krankenversicherer angenommen wirst. Nach Rückkehr aus dem Ausland musst du dich unverzüglich bei der Krankenkasse melden, bei der du vor der weltwärts‐Zeit versichert warst. Bei Fragen wende dich bitte an Deine Krankenkasse.

BAföG

Hat die Teilnahme an weltwärts bei einem Geschwisterteil bei der Beantragung von BAföG Auswirkungen?

Wende Dich bitte an das zuständige Bafög‐Amt. Zu bedenken ist, dass die weltwärts‐Zeit grundsätzlich nicht der Ausbildung dient. Das zuständige BaföG‐Amt findest du auf bafoeg-rechner.de. Für weitere Beratungen kannst du Dich an die BaföG/Sozialreferate der Studierendenvertretungen wenden.

Kindergeld

Bekommen weltwärts-Freiwillige auch wärend ihrer Zeit im Ausland Kindergeld?

Ja. Der Anspruch auf Kindergeld bleibt auch wärend der Teilnahme bei weltwärts im Ausland bestehen.

Bekomme ich auch Kindergeld, wenn ich schon aus der Zahlung (alters‐ und/oder ausbildungsbedingt) raus war?

Wer den Freiwilligendienst weltwärts absolviert, kann grundsätzlich einen Anspruch auf Kindergeld haben. Dieser ist in der entsprechenden Regelung im Bundeskindergeldgesetz (§ 2) explizit erwähnt.

Ein Anspruch richtet sich jedoch nach weiteren Kriterien und sollte individuell abgeklärt werden. Bei Fragen wende Dich bitte an die zuständige Familienkasse.

Unterhaltsgeld / Waisenrente

Habe ich Unterhaltsansprüche gegen meine Eltern oder gegen den/die Ex‐Partner/‐in nach Trennung / Scheidung?

Zur rechtlichen Beratung solltest du dich mit dem örtlichen Jugendamt in Verbindung setzen.

Grundlegende Informationen findest du hier.

Habe ich Anspruch auf (Halb-)Waisenrente?

Nein. Für weltwärts-Freiwillige ist kein Anspruch auf (Halb-)Waisenrente gegeben. Der Lebensunterhalt der weltwärts-Freiwilligen ist bereits mit höheren Zuschüssen als beim FSJ/FÖJ umfassend staatlich finanziert.

Eine Härtefallregelung wird bei Entsendungen ab 2011 nicht mehr angewendet.

Weltwärts – und danach?

Den meisten Freiwilligen ist es nach ihrer Rückkehr ein großes Anliegen, sich weiter zu engagieren und die Erfahrungen aus dem Freiwilligendienst in die „Mitte der Gesellschaft“ zu tragen. Der Perspektivenwechsel öffnet den Blick für Zusammenhänge und Ursachen von politischen, ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen in einer immer stärker globalisierten Welt. Freiwillige sind wertvolle Multiplikatoren und Multiplikatorinnen!

Auf den Rückkehrseminaren tauschen wir uns mit ehemaligen Freiwilligen aus und informieren über vielfältige Möglichkeiten des weiterführenden Engagements.

Hier einige Projekte und Links als Anregung:

globalista

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Die .lkj) Sachsen-Anhalt ist Konsortialpartnerin der Arbeitsstelle weltbilder e.V. in Münster, die ein besonderes Qualifizierungspogramm für ehemalige weltwärts-Freiwillige anbietet: »globalista«. Hier finden bspw. kreative Schreibwerkstätten und Fotowettbewerbe statt oder es werden interaktive Weltkarten gestaltet, die zeigen, wie die Alumni nach ihrem Jahr im Ausland die Welt sehen. Das Programm wird ebenfalls vom BMZ gefördert.

Oikocredit

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Die internationale Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit steht für eine faire Umverteilung von Geld. Ziel ist eine gerechte, partizipatorische und zukunftsfähige Gesellschaft – weltweit im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens, bei dem Eigeninitiative und Teilhabe der Menschen im Zentrum stehen. Mit dem Kapital ihrer Anlegerinnen und Anleger vergibt Oikocredit Kredite und Kapitalbeteiligungen an Partnerorganisationen, die die sozialen und wirtschaftlichen Ziele von Oikocredit teilen. Wenn du deine ethischen Vorstellungen nicht am Bankschalter abgeben möchtest, kannst du bereits mit 200 Euro Mitglied einer der acht Förderkreise werden.

Engagement Global

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Die „Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen“ ist die Ansprechpartnerin für entwicklungspolitisches Engagement, deutschlandweit und international. Seit  2012 vereint „Engagement Global“ unter ihrem Dach Einrichtungen, Initiativen und Programme, die sich in der entwicklungspolitischen Arbeit aktiv für ein gerechtes globales Miteinander einsetzen.

Ideen.Transfair

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Ideen.Transfair ist ein Filmprojekt der Arbeitsstelle Weltbilder e.V. und WELTFILME im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts. Bei dem Projekt geht es darum, globale Zusammenhänge und ihre Einflüsse auf das Individuum zu verdeutlichen, für zukunftsfähige Lösungen gemeinsamer Probleme zu werben und Anreize für verschiedene Zielgruppen zu schaffen, die Ideen umzusetzen und weiterzuentwickeln

kulturweit

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»kulturweit« ist ein internationaler Jugendfreiwilligendienst im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Er ist ein Projekt der Deutschen UNESCO-Kommission in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.

GLOBE

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Das Projekt des icja »GLOBE – Globales Lernen an Berufsschulen« hat das Ziel, engagierte Ehrenamtliche, die einen Freiwilligendienst in Afrika, Asien oder Lateinamerika geleistet haben, als Multiplikator*innen für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit an Berufsschulen und Fachoberschulen zu qualifizieren.

Zugvögel e.V.

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Der gemeinnützige Verein »Zugvögel – interkultureller Süd-Nord-Austausch e.V.« hat sich den Abbau von Glossary Linkinstitutionellem Rassismus und globalen Ungleichgewichten zum Ziel gesetzt. Er organisiert u.a. Freiwilligendienste für Menschen aus dem Glossary Link Globalen Süden in Deutschland, um die gängige Praxis auf dem Freiwilligenmarkt auf den Kopf zu stellen bzw. für einen Austausch auf Augenhöhe zu sorgen.

bengo

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Für viele engagierte Menschen ist es nicht leicht, einen Antrag auf Fördermittel zu stellen. Hilfe bekommen sie hierbei von bengo, der Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit. bengo gibt Schulungen zu Fördermöglichkeiten und begleitet bei der Antragstellung, Projektdurchführung und -abrechnung. Die Beratungsstelle bietet Unterstützung auch bei der Prüfung von Zwischen- und Verwendungsnachweisen.

weltwärts

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Auf der weltwärts-Website von Engagement Global finden sich viele weitere Informationen für Rückkehrer*innen, darunter FAQ’s, Hinweise zu Fördermöglichkeiten und eine Engagement-Landkarte, die zeigt, wo du dich in deiner Nähe einbringen kannst.

Bildung trifft Entwicklung

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Das Ziel des Programms »Bildung trifft Entwicklung« (BtE) ist es, zu einem Bewusstseinswandel in Deutschland und zu einer nachhaltigen und sozialverantwortlichen Gestaltung von Globalisierung beizutragen. weltwärts-Alumni können sich hier als Referent*innen engagieren.

weltwärts in color

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Ehemaliger weltwärts-Freiwillige, die aufgrund ihres Aussehens, ihrer Sprache oder ihrer Religion zu Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund gezählt werden. Sie selbst sehen sich aufgrund ihrer Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung als People of Color . Sie teilen gemeinsame Erfahrungen wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität als Deutsche*r, nicht Weiße*r im Gastland. Jetzt ist unser Wunsch, das weltwärts-Programm besser für die Bedürfnisse von People of Color zu gestalten und den Anteil von PoC, die weltwärts gehen, zu erhöhen.

ASA-Programm

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Das ASA-Programm unterstützt junge Menschen in ihrem Engagement, etwas zu bewegen. Es ist ein dynamisches Lernprogramm zur Ausbildung von weltoffenen und kritisch nachfragenden Menschen. Das ASA-Programm gibt es schon seit mehr als 50 Jahren. Aus einer kleinen Studierendeninitiative 1960 ist ein umfassendes Qualifizierungsprogramm geworden, an dem jedes Jahr bis zu 250 Menschen teilnehmen.

Robert Bosch Stiftung

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Die Robert Bosch Stiftung fördert und betreibt verschiedene Projekte zur Völkerverständigung.