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Ein Seminarbericht zum Abschlussseminar in Osterode (23.-28.07.2017) von Anna E.

regen.

normalerweise ist regen etwas, das kommt und geht, aber dieser, unser regen kam und blieb.
osterode im harz, 23. bis 28. juli des jahres 2017. unser abschlusseminar. jahrgang 16/17.
die anfahrt hügelig, mitunter endlos und wunderschönstes schwedisches wetter.

der menschen viele und der angebote reichlich starteten wir am montag mit einer r e f l e x i o n in den „alten“ seminargruppen, als die welt noch bestand aus den farben gelb, orange, grün, magenta.
(gelb befasste sich zum beispiel mit standbildern, die bestimmte szenen in der einsatzstelle verkörpern. oder zu den seminaren- ninja/löwe/omi lässt sich zum beispiel sehr gut umsetzen)
[das schreiben dieses textes wurde unterbrochen, um sich DIY-videos eines gewissen österreichischen youtubers reinzuziehen, die allgegenwärtig sind]

zurück zum thema: es folgen 24 stunden, die der planung des auf- und abgesangs (räusper, der aufTAKT- und abgesangsveranstaltung) gewidmet sind. große gruppe teilt sich.
die partikel finden sich, um sich über moderation, bühnenprogramm, deko, musikalische untermalung und interessens- bzw. infostände auszutauschen. eine panorama-aufnahme: basteln, singen, spielen, diskutieren, vorbereiten, lachen, schweigen, leimen, essen, … (dies ist nur als kleine auswahl zu betrachten).

sprung mit gebrüll durch glanzfolie in die f.r.e.i.r.ä.u.m.e. die angebote sprudeln über; wenn wir alle durchführen wollten, bräuchten wir wahrscheinlich noch eine woche.
autos erklären diy buttons machen tarantel tango 360 stories massage doppelkopf yoga kick thai boxen kreatives schreiben pop ups lesekreise origami improtheater rave game of thrones youtube pinterest schwimmbad seifenblasen eso dance spazieren gehen (dies ist nur als kleine auswahl zu betrachten).
es ist bunt oder bisweilen laut, manchmal auch ganz leise oder sanft.

was wichtiges vergessen: awareness. gleich zu anfang achtsamkeitsvorschläge eingesammelt, die für die gruppe von bedeutung sind, um dieses seminar angenehm miteinander verbringen zu können. feine sache. und arschgeil.

der letzte abend nähert sich. das abschiedspathos steigt und hat seinen höhepunkt schließlich in der generalprobe des bühnenprogramms für den 31. august, den letzten tag freiwilligendienst.
die stimmung ist heiter (wie das wetter werden wird), herzlich und voller kichern. auf zu neuen extremen zeigt sich in den beiden wunderbaren poetry slam-beiträgen, in der moderation, die erfrischend neue wege geht, in zahmen und weniger zahmen origamikranichen, die von freiraum träumen und in einer tollen musikalischen „umrahmung“, die zum schluss alle zum mitsingen animiert. always look on the bright side of life (wobei es manchmal auch gar nicht schlecht ist, das nicht zu tun), aber egal, das lied hat eine sehr starke wirkung auf das gemeinschaftsgefühl (was sicher auch an dem pfeifen liegt).
die videos und bilder müssen wir uns vorstellen, der applaus ist trotzdem grölend.
alle bebauchpinseln sich in dem wissen, es besser gemacht zu haben als der vorangegangene jahrgang. spannung angesichts des 31. liegt in der luft.

der berüchtigte letzte abend geht für manche bis um vier (?). der hof ist voller gestalten, die feiern, sich ihre sympathie bekunden, ab und zu rein zur tanzfläche huschen und vor allem quatschen.

auch wenn der tonfall vielleicht manchmal lakonisch wirkt: es war mega schön und das ist nur schwer unpathetisch in worte zu fassen. dieses seminar klang sicher nicht nur in mir noch nach und hinterließ das angenehme gefühl, eine tolle zeit mit tollen leuten und tollen gesprächen verbracht zu haben.

 

und zum schluss nun ein witz:

– der andere hasenwitz –

ein hase sitzt auf einer lichtung im wald und weint bitterlich. eine ente kommt vorbei und fragt den hasen „warum weinst du denn?“. da meint der hase zutiefst geknickt: „der bär hat sich mit mir den po abgewischt!“ und daraufhin bricht ein neuer rotz- und tränenschwall aus ihm heraus. die ente jedoch: „nun, da kann ich jetzt auch nichts machen“ und watschelt davon. anderntags sitzt der hase wieder auf der lichtung, dasselbe spiel: er heult, was das zeug hält, und ist tief am boden zerstört. da kommt ein perlhuhn vorbei und fragt, was denn los sei. der hase antwortet: „heute hat sich der bär schon wieder mit mir den po abgewischt!“. darauf das perlhuhn mit unberührter stimme „nun … da kann ich jetzt auch nichts machen“ und zieht von dannen.

am dritten tage schallt ein lautes prusten durch den wald. der hase sitzt auf der lichtung und lacht und feixt, was das zeug hält. das lockt sowohl ente als auch perlhuhn an und verdutzt fragen beide: „was ist mit dir, hase?“. „heute“, sagt dann der hase, und er kann sich kaum halten, „hat der bär den igel erwischt!“.

vorläufiges ende.