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Nun ist es also schon vorbei, unser Zwischenseminar, welches am 11.02.19 und somit nach genau sechs Monate in Laos begann. Während unserem fünftägigen Seminar waren wir in einem Eco-Ressort, nahe Vientiane untergebracht.
Dort angekommen begannen Nadia und Felix, welche das Seminar leiteten, auch bald schon mit dem Programm. Durch Teambuilding Spiele, wie z.B. innerhalb einer Stunde eine ganze Liste mit Aufgaben erledigen (eine Tube Zahnbürste aufbrauchen, sich in die Teilnehmenden Liste eintragen,  ein Gedicht über den Seminarort verfassen,…), wurden wir auf die kommenden Tage eingestimmt.
Nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen, saßen wir noch etwas zusammen, bevor wir dann in den Zelten dort schlafen gingen.

Teambuilding 30 Aufgaben in 60 Minuten

Teambuilding 30 Aufgaben in 60 Minuten

In den nächsten Tag starteten wir mit einem Staffellauf zu dem Thema „Ich und meine Einsatzstelle“. Anschließend reflektierten wir, wie es uns die letzten sechs Monate stimmungsmäßig ging und mit welchen Ereignissen dies zusammenhing, was wir darauf hin in Kleingruppen besprachen. Später füllten wir einen Zwischenreflexionsbogen aus und sprachen in der ganzen Gruppe über unsere Situationen und unser Befinden in der jeweiligen Einsatzstelle.
Fürs Mittagessen stand ein kleiner Ausflug an, hierfür fuhren wir mit einem TukTuk zu einem Restaurant, welches nicht nur direkt an einem Fluss liegt, sondern auch Boote hat, auf denen man essen kann. Nadia und Felix haben für uns so ein Boot reserviert somit hatten wir ein Boot ganz für uns alleine und saßen, typisch laotisch, auf Sitzkissen um einen großen Tisch herum in dessen Mitte ganz viel leckeres vegetarisches Essen für uns bereitstand. Das Boot fuhr mit uns etwas den Fluss runter und wieder zurück so, dass wir die schöne Landschaft genießen konnten und später zu Musik Karaoke singen konnten. Das war wirklich total schön und wir hatten echt viel Spaß zusammen.

Nachmittags zurück am Seminarort stand, unter der Überschrift „Organisatorisches“, alles möglich zu den Themen Geld, Abrechnungen, Zwischenberichte, Bildungstage, Notfallsituation Verhalten usw. an.
Der Abend war, wie auch jeder andere Abend, offen und so saßen wir beispielsweise zusammen um ein Lagerfeuer, spielten Karte, quatschten, schauten Filme, lernten laotisch und erholten uns einfach von den doch anstrengenden Tagen.
Über die Woche hinweg nahm Nadia sich noch die Zeit, um mit jeder*m von uns ein Einzelgespräch zu führen, welche auch meistens abends nach dem Essen stattfanden.

Mittwochvormittags machten wir zum Thema „Perspektivwechsel“ ein Aufstellungsspiel, dabei lasen Nadia und Felix uns Aussagen vor und wir stellten uns je nachdem wie sehr wir dieser Aussage zu stimmen oder uns mit ihr definieren können nach hinten (ich stimme nicht zu) oder nach vorne (ich stimme zu). Nachdem wir uns zu jedem Punkt immer aufgestellt hatten, erzählten wir, warum wir uns für diese Position entschieden hatten, und tauschten somit unsere Erfahrungen miteinander aus.

Bei der Erstellung einer Simple Show

Bei der Erstellung einer Simple Show

Simple Show II.

Simple Show II.

Der Nachmittag stand voll und ganz unserer Kreativität zur Verfügung, wir hatten nämlich die Aufgabe in Kleingruppen einen Film zum Thema „freiwillige*r in Laos“ zu drehen. So hatten wir zwei Gruppen die eine Simple Show machten, also mittels Zeichnungen ein Thema erklären/diskutieren. Während eine dritte Gruppe eine Plansequenz produzierte, hierbei wird ein Kurzfilm mit abgeschlossener Handlung gedreht, welcher ganz ohne Schnitt auskommt.

An unseren Filmen saßen wir dann, bis wir abends zum Abendessen aufbrachen, welches es in einem nahe gelegenen Lokal gab. Bevor wir dann wieder zurück sind, sind wir noch alle zusammen in eine Karaokebar gegangen welche direkt neben unserem Ressort liegt.

 

Der Donnerstag war dann auch schon unser letzter ganzer gemeinsamer Tag. Da wir Freiwilligen hier in Laos ja alle Englisch unterrichteten, tauschten wir uns an diesem Vormittag darüber nochmals genauer aus. Wir sprachen über Schwierigkeiten und versuchten zusammen dafür Lösungen zu finden und gaben uns auch sonst Tipps fürs Unterrichten.
Nach dem Mittagessen stand unser aller Lieblingsthema auf dem Plan: „Blick in die Zukunft“, doch zum Glück war es letztendlich viel besser als gedacht und hat einem auch wirklich was gebracht. Zuerst sollten wir uns überlegen was wir alles machen würden wenn wir ganze fünf Leben hätten und zu jedem aufschreiben, welcher Wunsch damit in Erfüllung gehen würde und was uns in diesem Leben besonders wichtig wäre. Dies besprachen wir dann in Kleingruppen und unterhielten uns über Kombinationsmöglichkeiten, Zusammenhänge und so weiter.
Danach überlegten wir noch, welche Jobs in unseren Familie so vertreten sind und ob diese Auswirkungen auf unsere Zukunftspläne haben.
Zuletzt sollte jede*r für sich seine Werte und guten Eigenschaften aufschreiben und welche wir uns noch gerne aneignen würden. Als Nächstes gaben wir unsere Zettel einmal rund rum, so dass man für jede*n andere*n aufschreiben konnte, welche guten Eigenschaften man in der anderen Person sieht. Nach dieser Runde gaben wir unsere Zettel erneut weiter, dieses Mal sollten wir aber aufschreiben, was für (berufliche) Zukunftsvisionen einem für die anderen vor Augen schwebt.
So hatte jede*r am Schluss einen Zettel voll mit guten Eigenschaften, ausgeschrieben von sich selbst und von anderen, sowie (zum Teil ganz) neue Zukunftsideen.
Als Abschlussessen gab es eine Art ‘Barbecue‘ aus leckerem Gemüse mit einer noch besseren Barbecue Soße und zum Nachtisch Mango sticky rice.
Nach dem Essen schauten wir uns noch die am Vortag entstandenen Filme an, bevor dann auch dieser Tag schon vorbei war.

Am Freitag wurde morgens die Seminarwoche mittels eines Fragebogens ausgewertet und wir gaben Nadia und Felix ein Feedback dieser Tage. Dann konnten noch offene Fragen geklärt werden, bevor wir uns auch schon ans Packen machten, da nach dem Mittagessen die Abreise anstand.
Zum Mittagessen gab es, wie übrigens die ganze Woche über (morgens, mittags, abends), wenn wir nicht unterwegs waren, eine Art Buffet, welches die Inhaber des Ressorts für uns immer frisch zubereiteten.

Mit der Abreise war das Seminar offiziell zu Ende, jedoch gab es bei der LYU einen Chefwechsel, weshalb wir noch ein Meeting mit dem neuen Chef hatten. In diesem erzählten wir ihm von unseren Einsatzstellen und konnten auch Probleme ansprechen, welche wir so in unserer Einsatzstelle nicht geklärt bekamen.
Nach diesem Meeting war es dann leider endgültig vorbei, aber da wir alle erst abends oder am nächsten Tag abreisten, trafen wir uns für ein letztes gemeinsames Abendessen in einem indischen Restaurant. Dort mussten wir uns dann aber wirklich verabschieden und wir machten uns auf den Weg entweder zu unserer Einsatzstelle zurück, oder reisten, wie auch in meinem Fall, weiter um das Ganze noch mit einem Urlaub zu verbinden.

von Sarah Müller

 

Zu Gast bei der LYU

Zu Gast bei der LYU

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