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Einführungsseminar der Seminargruppe Magenta vom 28.09.-02.10.2015 im St. Michaelshaus Roßbach

 

Montag

Gut gelaunt, mit Sack und Pack, reiste die Seminargruppe Magenta an. Die Mehrheit nutze dafür den Zug bzw. die Burgenlandbahn, was sich als erstes Abenteuer der Woche erwies.

Nachdem die Strapazen der Anreise und des steilen Aufstiegs zum St. Michaelshaus überwunden waren, wurden die Zimmer bezogen, um sich dann um Punkt 14 Uhr bei Kaffee und Keksen zu beschnuppern und erste Eindrücke zu sammeln.

FSJ Kultur EInführungsseminar Magenta Roßbach 2015/2016

Foto: Martin Hoffmann

Nun wurde der Ablauf der Woche besprochen und „Orga-Teams“ fürs Kochen und die Wochenaufgabe gebildet, natürlich per Zufall. Die Wochenaufgabe sollte das Thema „Freiräume“ behandeln. Außerdem wurde uns unser ständiger Begleiter auf dem Seminar und inoffizieller Chef vorgestellt: Horst. Ein kleines, lilablaues Monster. Und jede_r Seminarteilnehmer_in erhielt eine Aufgabe, für die sie_er im Laufe der Woche zuständig war. Von Hausmeister_in, Leuchtturm bis Ameisenkönigin war alles dabei.

Dann sollten die Seminarteilnehmer_innen aufschreiben, was sie sich für die Woche Wünschen und was nicht. Natürlich wollten alle nur eins: WLAN :)  Nein, natürlich wollten sie vor allem Spaß haben und ein gutes Miteinander erleben. Spinnen, Langeweile und Streit wollte zum Glück keine_r.

Am Abend gab es dann eeeendlich Essen! Wobei sich schon auf der Zugfahrt nach Roßbach herumsprach, dass es KEIN Fleisch geben wird, was bei einigen Seminarteilnehmer_innen zu ersten Panikattacken führte. Und nach dem Essen wurde auch noch selbst Brot für den nächsten Tag gebacken.

Nach dem Abendessen begann das Abendprogramm, bestehend aus Karten spielen, über Gott und die Welt (und Game of Thrones) reden und schaukeln bestand.

Die Entdeckung des Tages war für die Seminarteilnehmer_innen ein undefinierbares, quietschend-schreiendes Geräusch, ausgehend vom Weinstock am Abhang neben dem Seminarhaus. Ob es ein “Vogelverscheuchgerät”, eine Alarmanlage oder Chuck Norris war, konnte nicht geklärt werden.

Dienstag

Der zweite Seminartag begann um 8:30 Uhr früh mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem das am Vortag gebackene Brot restlos verputz wurde. Die Fleischwaren wurden zwar noch von einigen Seminarteilnehmer_innen vermisst, die Sehnsucht wurde doch dank Schokocreme und anderen Leckereien etwas gemildert.

Der erste „Warm-Up“, von allen liebevoll „WUP“ genannt, begann gleich danach. Noch etwas zögerlich und möglichst ohne sich zu blamieren, machten alle mit. Blamiert hat sich niemand und auch die Scheu wurde etwas weniger, sobald alle mitmachten.

Am Vormittag stand dann die Einsatzstelle im Fokus. Jede_r Seminarteilnehmer_in stellte sich und ihre_seine Einsatzstelle vor, was bei rund 25 Personen etwas mehr Zeit in Anspruch nahm. Gegen die aufkommende Müdigkeit half der servierte Kaffee jedoch nur schleppend. Deshalb gab es zwischendurch immer wieder praktische Übungen zur körperlichen und geistigen Ermunterung.

Am Mittag wurde sich wieder in der Küche zum Essen getroffen. Gut gestärkt ging es dann zum Nachmittagsprogramm über: Die Begriffe Kultur und Identität waren Thema und ein Kartenspiel sorgte für Verwirrung und anschließender Erhellung aller.

Am Abend schauten sich alle den Film „Adams Äpfel“ an und einige der Wochenaufgaben-Gruppen begannen fleißig mit ihrer Wochenaufgabe.

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Foto: Martin Hoffmann

Mittwoch

Halbzeit! Der dritte Seminartag stand an, die Gruppe hat sich nun etwas besser kennengelernt und der WUP am Morgen war also nicht ganz so peinlich wie zuvor.

Vormittags stand das Eigenverantwortliche Projekt (EVP) auf der Tagesordnung. Einige aus der Gruppe hatten schon Pläne, andere waren noch ratlos und ohne Ideen für das EVP. Mehrere Übungen zur Ideenbildung, sowie eine Ideenwerkstatt wurden durchgeführt, sodass alle nun zumindest in der Lage sind, sich 50 skurrile Verwendungsmöglichkeiten für eine Wäscheklammer auszudenken.

Das Highlight des Tages war nicht der Milchreis am Mittag, sondern der Ausflug nach Naumburg und die dortige Besichtigung des Domes. Zwar musste der „lange“ Weg zu Fuß und über Baustellen genommen werde, jedoch hat er sich gelohnt. Im Anschluss an den Dombesuch teile sich die FSJler_innen-Gang in mehrere Kleingruppen auf, die Naumburg erkundeten.

Am Abend wurde dann wieder geschaukelt, Karten gespielt oder Filme geguckt.

Donnerstag

Am vorletzten Seminartag wurde der trotz WUP und Kaffee nun sehr, sehr müde Haufen durch die Einheit „Kommunikation und Konflikte“ geführt. Einige Glückliche durften sogar einen Turm aus Papier basteln!

Auf das Mittagessen des Donnertags freuten sich schon alle seit Dienstag: Es gab Nudeln! NUDELN! Schnell sprach man vom „Special-Nudel-Day“, der wirklich alle verzückte.

Nach diesem Erfolgserlebnis ging es am Nachmittag an die Beendigung der Wochenaufgabe zum Thema „Freiräume“ bzw. daran, überhaupt mit ihr anzufangen. Es wurde gemalt, gebastelt, geklebt, fotografiert und geprobt.

Dann war es am Abend schon so weit: Der Seminarraum wurde umgeräumt, ein riiiiießiges Büfett wurde errichtet und die Gruppen präsentierten ihre „Freiraum“-Ergebnisse. Diese waren ein kleiner Film, ein Theaterstück, eine Bastelei und eine Fotocollage.

Den Abschluss des letzten Abends verbrachten alle gemeinsam am Lagerfeuer.

FSJ Kultur EInführungsseminar Magenta Roßbach 2015/2016

Foto: Martin Hoffmann

Freitag

Es war Freitag, der letzte Seminartag und gleichzeitig Abreisetag. Nachdem der letzte WUP vollendet war und die letzten Zimmer wieder ordentlich aussahen, war es Zeit Abschied voneinander zu nehmen und die Woche auszuwerten. Dazu bildete sich ein Stuhlkreis und jede und jeder berichtete, was für ihn oder sie das Wunder der Woche war. Um die „deepen Worte“ zu untermauern, wurden dazu Wunderkerzen gereicht.

Dann war es so weit, die sich gefundene Gruppe stieg gemeinsam die vielen Stufen vom St. Michaels- Selbstversorgungshaus zur Straße hinunter und die, die mit dem Auto angereist kamen, wurden verabschiedet. Der Rest fuhr gemeinsam mit dem Zug zurück.

Allesamt freuen sich schon sehr auf das nächste Seminar im Februar und hoffen, dass das zweite Seminar ebenso lustig, spannend und aufregend wird wie das Einführungsseminar.

 

Bericht: Sabine Kühn

FSJ Kultur EInführungsseminar Magenta Roßbach 2015/2016

Foto: Laura Hafermalz