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Auszüge aus Berichten von Freiwilligen

„10. Oktober 2011. Erster Tag. Einführungsseminar der 3. Gruppe. Vorfühlen und reinfühlen in die kommende Woche bei Kaffee und Kuchen und dann START. Verschiedene Kennlernphasen und -einheiten sollten uns für die kommende Woche und darüber hinaus zusammenschweißen. Erwartungen und Befürchtungen an das Seminar wurden diskutiert, unsere Kompetenzen abgeglichen. Wie können wir uns einbringen. Wie können wir zusammen arbeiten. Der Tag endete in einer gemütlichen Runde am Lagerfeuer auf herbstnassen Holzbänken und mit entspannender Gitarrenmusik, die unsere angeregten Gespräche untermalte und einen gelungenen Start in das Seminar abrundete.“

Josi, Freiwillige beim JugendInfoService Sachsen-Anhalt

Ein himmlischer Raum, eine Menge kreativer Köpfe und zu viele neue Namen

Nach einem eher schweigsamen Frühstück mit außergewöhnlich großem Sortiment an Zerealien fanden wir uns im Seminarraum „Himmel“ zu einem himmlischen Warm-up ein. Im Vordergrund des Vormittags standen unsere Einsatzstellen und unsere Erfahrungen in den ersten Wochen des FSJ Kultur. Nach einer reichlichen Stunde Plakatgestaltung, in die sich unsere künstlerisch Begabten sofort hinein steigerten, wurde in zwei Gruppen jede Einsatzstelle vorgestellt, sowohl deren Aufgabe und Angestellte, als auch die persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Es hat Spaß gemacht davon zu berichten, eventuell auch Probleme anzusprechen und zu vergleichen wie die anderen in ihren Arbeitsbereichen zurechtkommen.
FSJ Kultur Einführungsseminar SG3 2011/2012 Halle (Saale)

Erwartungen an das Seminar und an die Gruppe

 

Vom Theater über Museum bis hin zum Stadtsingechor: Es war wirklich interessant zu erfahren, womit sich die Freiwilligen beschäftigen und auseinander setzen müssen.

FSJ Kultur Einführungsseminar SG3 2011/2012 Halle (Saale)

Der_die perfekte Freiwillige

Da wir eine sehr große Seminargruppe sind, zogen sich die Präsentationen bis in den Nachmittag. Steff und Janine, unsere Teamerinnen, mussten also ein bisschen ihre Pläne ändern um den Rest desProgrames kreativ in den Tag zu kriegen. Aber alles kein Problem, weiter ging es mit dem Thema: Was ist ein_e perfekte_r Freiwillige_r? In einzelnen Gruppen setzten wir uns mit dieser Frage auseinander und erarbeiteten ganz verschiedene Beiträge. Ergebnisse waren: eine Fotoreihe, ein Gemälde von Fank-Siggi-Jonathan – dem perfekten Freiwilligen und zwei Theaterstücke, die in kurzen Szenen verrieten, wie wir uns das optimale Verhalten eines_r Freiwilligen vorstellen.
Dabei gab es aber auch einige Lachtränen als Dave, Theo, Christian und Caspar ein tragikkomisches Kriminalstück über den Mord am FSJler Jerome präsentierten. Danke an euch! Der Abend ging eher ruhig zu Ende. Einige machten sich sicherlich noch Gedanken, wie perfekt oder unperfekt sie an ihren eigenen Einsatzstellen eingeschätzt wurden. Steff und Janine boten einen Entspannungsabend mit Traumreise an, der von vielen in Anspruch genommen wurde – einige waren dann so entspannt, dass sie gleich einschliefen. Kreativ sein und Reflektieren macht müde! Wir fanden uns schließlich gegen 10 Uhr im Seminarraum ein und schautengemeinsam „Vier Minuten“, ein bewegender Film über eine Inhaftierte, die ein unglaubliches musikalisches Talent besitzt und schließlich an einem Klavierwettbewerb teilnimmt. Für alle eher Sanftbeseelten ein Film mit einem Wechselbad der Gefühle, in dem man die Hoffnung auf ein Happy End nicht so schnell aufgibt. Ein berührender Film nach dem wir alle gern ins Bett gingen und lieber nicht an die Uhrzeit dachten, zu der wir morgen wieder aufstehen mussten.

 

Franzi, Freiwillige im KBB Theater, Oper und Orchester GmbH

 

Mittwoch sollte, jedenfalls für mich, zum Höhepunkt der Woche werden. Und der Tag fing auch ganz viel-versprechend an.

Da wir ja unser FSJ in der Kultur machen, war es klar dass wir uns auch irgendwann mit dem Kulturbegriff auseinander setzen sollten. Das war Punkt 1 auf der Tagesordnung. Wir wurden in kleine Grüppchen aufgeteilt und bekamen jeder ein Zitat mit dem wir uns auseinander setzen sollten. Danach sollten wir uns eine andere Gruppe suchen und mit dieser zusammen einen Kulturbegriff, passend zu unseren Zitaten, erstellen. „Kultur ist alles was unter Menschen entsteht.“

FSJ Kultur Einführungsseminar SG3 2011/2012 Halle (Saale)

Kommunikationseinheit

 

Nach dem Mittag, gab es eine Einheit zu Projektmanagement von Freistil über „Was ist ein EVP?“, „Was sind die Phasen des Projekts“ usw. aber das eigentlich interessante war die allererste Aufgabe. Wir sollten auf kleine Kärtchen schreiben welches Projekt wir machen und auf ein anderes welches Projekt wir gerne machen würden, hätten wir alle Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung.

FSJ Kultur Einführungsseminar SG3 2011/2012 Halle (Saale)

Der Besuch im neuen theater Halle schloss den Tag mit dem Ein-Personen-Stück „Der Weg zum Glück“ und einer anschließenden Gesprächsrunde mit dem Schauspieler Jonas Schütte bis in die späten Abendstunden. Unsere Fragen an ihn, wollten einfach nicht versiegen …

Friederike, Freiwillige beim Nordharzer Städtebundtheater

29. Oktober 2011. Kommunikation. Konflikte. Verständigung. Der Einstieg ins Thema erfolgte mit Strohhalmen und Klebeband und dem Bau eines Turmes. Nach dieser Einleitungseinheit zum Überthema Kommunikation und Konflikte wurden die Teilnehmer_innen in drei Gruppen eingeteilt. Es gab zwei „Kulturen“-Gruppen und eine Beobachtergruppe. Die Beobachter, hatte die Aufgabe, von außen auf die Szene zu blicken und anschließend ihre Empfindungen und Eindrücke wiederzugeben.  Die „Kulturen“ hatten einen grundsätzlichen Unterschied. Die eine Gruppe war geradlinig orientiert und war auf die Farben schwarz und weiß aus, während die andere Gruppe aus sehr kreativen, bunt orientierten Menschen bestand, die sehr auf Schnörkel und Kitschige Dinge aus waren. Die bunte Regenbogengruppe durfte auch keine verneinenden Worte benutzen. Dementsprechend schwierig war es, gemeinsam einen Kompromiss zur Erstellung eines Plakats zu finden. Nach 20291 Minuten Diskussion und einer absehbaren Kompromissfindung wurde das Spiel abgebrochen, da es nicht um die Gestaltung des Plakats, sondern die Findung eines Kompromisses. Die Ergebnisse der Wochenaufgabe, die uns nunschon seit Montag begleitete, wurden am Abschlussabend präsentiert. Das selbst gekochte Abendessen, (Reis mit Curry und Spaghetti mit Tomatensoße bzw. Käsesoße), Fotos, Skulpturen und ein selbstgeschriebener FSJ-Kultur-Song, der von den typischen Freuden und Leiden des FSJ Kultur erzählt unterhielten uns prächtig.

Josi, Freiwillige beim JugendInfoService Sachsen-Anhalt

Ein Blick zurück und auch nach vorn – müder Freitag mit produktivem Feedback

Nach dem aufregenden Donnerstagabend, an dem die meisten noch lange zusammen saßen, folgte nun der Tag des Abschieds. Auch das Warm-up machte uns nicht wirklich viel munterer und mit müden Gesichtern beschäftigten wir uns unter Steff und Janines Anleitung mit der Planung des nächsten Seminars im Januar. Gar nicht so leicht alle Interessen unter einen Hut zu bringen, zumal unsere Seminargruppe wirklich aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten besteht… Wir berieten uns also sehr lange über die Themen und Workshops, zwangen Steff mindestens dreimal die Angebotsliste vorzulesen und einigten uns auf das Motto „Zwischenmenschliches“ (danke hier nochmal an Daves produktiven Vorschlag!).
FSJ Kultur Einführungsseminar SG3 2011/2012 Halle (Saale)

Warten auf die Köch_innen

 

FSJ Kultur Einführungsseminar SG3 2011/2012 Halle (Saale)

Seminargruppe 3

Danach folgte ein weiterer Feedbackteil, in dem wir unsere erste gemeinsame Woche auswerteten. Wir klebten Punkte, schrieben anonyme Auswertungsbögen und diskutierten: Jeder erhielt die Chance seine Meinung zu sagen und Verbesserungsvorschläge für die kommenden Seminare anzusprechen. Neben dem Wunsch nach besserem Essen wurde auch häufig die mangelnde freie Zeit angesprochen. Dank unserer Teamerinnen hatten wir in dieser Diskussionsrunde wirklich Raum um Missverständnisse zu klären und uns über alles Erlebte in dieser Woche bewusst zu werden.

Halb 12 war es dann soweit: Auf nach Hause. Wir liefen in Grüppchen zur Bushaltestelle, genossen Sonnenschein, genossen die Gemeinschaft neu gewonnener Freund_innen und die Gewissheit, dass wir nächste Woche wieder alle dieselbe Rolle zu spielen hatten.

Franzi, Freiwillige im KBB Theater, Oper und Orchester GmbH