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Gruppenfoto in Laos

Gruppenbild weltwärts Zwischenseminar Laos 2016/17

Bericht von Eva Koenings

Montag, 13. Februar: Anreise und Ankunft in Thateng, Xekong

Da das Seminar im tiefsten Süden von Laos stattfand, dauerte die Anreise etwas. Im Laufe des Tages kamen aber alle Freiwilligen im ‚Viphavanh Guesthouse‘ an. Nach einer freudigen Begrüßungsrunde ging es dann auch schon los. Das Seminar wurde von Nadia Boltes und Georg Liebig geleitet, die wir alle schon beim Vorbereitungsseminar kennen gelernt hatten. Nach einer Einführung in den Seminarplan und ein paar organisatorischen Sachen war der erste Tag auch schon zu Ende.

Dienstag, 14. Februar: Halbjahresreflexion & Gruppenarbeit

Gruppendynamik 30 Aufgaben in 60 Minuten

weltwärts Freiwilllige bei der Halbjahresreflexion

Halbjahresreflexion

 

Nach einem kleinen Energizer wurde uns auch schon die erste Aufgabe an diesem Tag gegeben. In Wirklichkeit waren es 30 Aufgaben, die wir alle zusammen innerhalb von 60 Minuten erledigen mussten. Bei diesen Aufgaben merkten wir alle, wie sehr wir uns an die laotische Ruhe und Gemütlichkeit gewöhnt hatten, da wir uns trotz dem Zeitdruck nicht stressen ließen. Leider lief es deshalb darauf hinaus, dass wir die Zeit etwas überzogen haben…

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einer „Halbjahresreflexion“, die wir alle alleine ausfüllen durften. Nachdem wir alle individuell die letzten sechs Monate reflektiert hatten, ging es weiter mit einer kleinen Gruppendiskussion, in der wir uns mit unseren Gefühlen (Was geht mir durch den Kopf? Was habe ich ins Herz geschlossen?) und aktuellen und zukünftigen Situationen (Was packe ich an? Wohin führen mich meine Beine?) beschäftigten.

Direkt danach wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und haben unsere Einsatzstellen in Laos besprochen. Obwohl es deutliche Unterschiede in den verschiedenen Einsatzstellen gab (zwischen Städten und Dörfern zum Beispiel) und generell ein paar kleine Probleme, war es doch schön zu hören, dass die meisten Freiwilligen in ihren jetzigen Situationen zufrieden sind.

Mittwoch, 15. Februar: Mai Savanh Lao

An diesem Tag fuhren wir auf die Mai Savanh Lao Farm, ein paar Kilometer östlich von Thateng, wo das Seminar weiter ging. Wir teilten uns in Paare auf und besprachen dann das weltwärts Programm zusammen. Der Sinn dieser Aufgabe war, nochmal unsere Meinung darüber zu teilen, wie wir das weltwärts Programm finden und ob sich seit dem Vorbereitungsseminar letzten Sommer irgendetwas an unserer Meinung geändert hat. Es ging weiter mit einer Gruppendiskussion über das gleiche Thema, in der wir unsere Meinungen austauschten und sogar ein paar Verbesserungsvorschläge abgeben konnten.

Seminartag auf der Seidenfarm

Unterwegs auf der Mai Savan Lao Farm

Unterwegs auf der Mai Savan Lao Farm

Es folgte eine ausführliche Tour über die Mai Savanh Lao Farm, bei der wir sehr viel über die Seidenproduktion im Süden von Laos lernten. Am frühen Abend fand noch eine weitere Gruppendiskussion statt, diesmal über Projekte und Projektgeld. Ein paar von uns haben schon ein Projekt auf die Beine gestellt, während andere es noch nicht geschafft haben. Es gab uns die Chance, uns darüber auszutauschen und Tipps an die Freiwilligen zu geben, die es noch nicht geschafft haben.

Donnerstag, 16. Februar: Ausflug

Donnerstag war unser freier Tag, an dem wir einen gemeinsamen geplanten Gruppenausflug machten. Wir liehen uns ein Auto aus und fuhren zuerst zur „Captain Hook Coffee Plantation“ die ein paar Kilometer nördlich von Thateng liegt. Dort bekamen wir eine ausführliche Tour durch die Plantagen und Kaffeeproduktion. Wir erfuhren dazu noch sehr viel über dieses traditionelle kleine Dorf, in dem sich die Plantage befand.

Captain Hook - Kaffeplantage

Captain Hook – Kaffeplantage

Kaffeplantage Captain Hook

Kaffeplantage Captain Hook

 

Nach dem Mittagessen in einem naheliegenden kleinen Dorf fuhren wir noch etwas weiter in den Norden, nämlich zum Tad Lo Wasserfall. Dort ruhten wir uns aus, gingen schwimmen, konnten Elefanten beim Baden zuschauen und einige von uns haben sogar mit den einheimischen laotischen Kindern gespielt und sich mit ihnen unterhalten.

Freitag, 17. Februar: Simple Shows & Ein Blick in die Zukunft

Nach einem Energizer ging der Tag los mit der Kreation einiger „Simple Shows“. Wir teilten uns in drei Gruppen ein und filmten die sogenannten Simple Shows, die die letzten sechs Monate unseres Freiwilligendienstes reflektieren sollten.

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einem Blick in die Zukunft. Wir sollten uns die nächsten sechs Monate in Laos vorstellen und uns verschiedene Ziele setzen. Diese Ziele besprachen wir dann mit unseren jeweiligen Mitfreiwilligen und diskutierten auch über eventuelle Schwierigkeiten, die wir trotzdem noch erleben könnten.

Danach haben wir uns die Simple Shows zusammen angeschaut und uns noch über unseren Unterricht und die Zusammenarbeit mit der Lao Youth Union ausgetauscht. Obwohl viele von uns die gleichen Probleme haben (zum Beispiel, dass die laotischen Schüler*innen sehr gerne schummeln und dass die Kommunikation zur LYU oft schwierig ist), war es doch interessant zu sehen, dass es auch unterschiedliche Schwierigkeiten gab und wir uns gegenseitig helfen und Tipps geben konnten.

Samstag, 18. Februar: Abreise

Bevor die Abreise in unsere verschiedene Provinzen begann, wurden noch ein paar organisatorische Sachen besprochen. Darunter war auch eine Reflexion über das gesammte Zwischenseminar mit einer Bewertung an die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. Nachdem wir also die positiven und negativen Aspekte dieses Seminars besprochen hatten, ging es auch schon zurück in unsere Einsatzstellen; etwas traurig, dass das Seminar schon vorbei war aber auch gespannt darauf, was die nächsten sechs Monate so für Geschichten und Abenteuer bringen werden…

Gruppenbild 30 Aufgaben in 60 Minuten