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Seminarbericht vom Zwischenseminar der SG Grün // 08.-12.02.2016 im St.-Michaels-Haus Roßbach (Naumburg)

Es ist mittlerweile fast ein halbes Jahr seit dem Beginn unseres FSJs vergangen. Also war es Zeit für unser erstes Zwischenseminar, welches wir im schönen Roßbach bei Naumburg verbrachten. Nach der Anreise am Montag war der Schreck groß, als wir sahen, dass unsere Unterkunft oben auf dem Berg lag. Also hieß es erst einmal Gepäck, Koch- und Seminarmaterialen unzählige Treppen nach oben tragen.
Aber dank der Hilfe aller Teilnehmer_innen war auch diese Etappe schnell geschafft und unser Seminar konnte nun beginnen. Als erstes gab es eine kleine Vorstellungsrunde, denn mit dem neuen Jahr sind auch einige neue FSJler_innen in ihrer Einsatzstelle gestartet. Nachdem sich alle vorgestellt haben, begannen wir mit einer Halbjahresreflexion, bei der wir uns unter anderem über unsere Aufgaben in der Einsatzstelle austauschten. Der letzte Punkt vor dem Abendessen war ein Open Space, bei dem wir über Dinge sprechen konnten, die uns aktuell beschäftigen. Abends trat dann auch die erste Kochgruppe in Aktion, natürlich mit vegan/vegetarisch Gerichten. Als Tagesabschluss haben wir noch glitzernde Namensschilder für unsere ESO-Wiese gebastelt.

Kochen

Der Dienstag stand unter dem Motto „Wie ticke ich?“ bzw. „Wie ticken wir?“. Den ersten Punkt des Tages bildete unsere ESO- Wiese. Dort konnten wir unsere Namensschilder, entsprechend unserer aktuellen Stimmung platzieren. Das sollte auch in den folgenden Tagen fester Bestandteil sein. Danach beschäftigten wir uns mit Dingen, die uns ausmachen und uns bewegen. Es ging außerdem um Sozialisation und was diese beeinflusst. Am Nachmittag wurden vor allem sogenannte „Verhaltensauffälligkeiten“ bei Kindern thematisiert, dies war für alle sehr interessant, das wir auch in unseren Einsatzstellen mit diesem Thema konfrontiert sind. Der letzte Punkt des Tages war eine kollegiale Beratung, bei der zunächst einige Teilnehmer_innen ein Problem aus ihrer Einsatzstelle vorstellten, welches anschließend in Kleingruppen besprochen wurde. Wie jeden Tag gab es nach dem Essen ein offenes Team, bei dem der Tag besprochen werden konnte.
Der Mittwochvormittag galt unseren EVPs. Jede_r stellte kurz ihr_sein EVP vor. „Was genau ist unser EVP?“ „Wie ist der aktuelle Stand?“ „Haben wir Probleme?“ – das waren nur einige Fragen mit denen wir uns beschäftigten. Durch ein Werbeslogan-Domino fanden wir uns in kleineren Gruppen zusammen, um genauer über unserer Projekte zu sprechen. Nachdem wir uns in der Mittagspause durch Teilnehmer_innenlisten gekämpft hatten, sollten wir eigentlich Besuch vom Courage Netzwerk bekommen. Dieses entfiel leider und wir beschäftigten uns stattdessen mit dem Thema „Macht“ und reflektierten versteckte Diskriminierungen in unserer Alltagssprache. Wie jeden Tag wurden die Seminarzeiten mit unseren geliebten Warm-Ups, kurz WUPs, aufgelockert.

Impressionen

Der Donnerstag war komplett mit Workshops gefüllt. Jede_r hatte die Wahl zwischen den Workshops „Performance“, „Urban Gaming“ und „Streetart“. Der Workshop „Performance“ beschäftigte sich mit Sprechübungen, freiem Schreiben und theoretischen Fakten. Es entstanden sogar zwei Performances, die selbstständig entwickelt wurden. Beim „Urban Gaming“ Workshop wurden Gruppenspiele erdacht und ausprobiert. Dafür fuhr die Gruppe in das nah gelegene Naumburg und erspielte sich den kleinstädtischen Raum. Bei dem Workshop „Street Art“ wurde zuerst an Graffiti auf eigens dafür aufgebauten Wänden geübt. Später entstanden frei gewählte Werke auf Papier. Am Ende des Tages wurden alle Ergebnisse der Workshops präsentiert. Die entstandenen Bilder des „Street Art“- Workshops wurden im Essensraum aufgehängt und konnten von allen beim Abendessen begutachtet werden. Später beim Abschlussabend wurde die Ergebnisse der Workshops „Performance“ und „Urban Gaming“ präsentiert. Zwei Gruppen stellten ihre Performances vor und wir konnten mit Fotos der „Urban Gaming“- Gruppe auf die Spur kommen. Als Abschluss fand auch noch ein Spiel mit der ganzen Gruppe im nächtlich-dunklen Roßbach statt.
Am Freitag kam dann der Tag der Abreise. Aber nicht nur der Abschied fiel schwer, sondern auch das Tragen der Materialien zurück nach unten. Denn alles was am Montag nach oben geschleppt wurde, wollte am Freitagmorgen wieder nach unten zum Auto getragen werden. Aber auch das war schnell geschafft. Wir saßen ein letztes Mal in der Gruppe zusammen und reflektierten die Woche. Danach gab es noch ein Gruppenfoto und dann ging es zurück nach Hause, zurück zu unseren Einsatzstellen.

Seminarbericht von: Anna-Katharina Meyer