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Anfang Februar fand sich Seminargruppe Grün zum Zwischenseminar in Havelberg zusammen. Was sie dort erlebten fasst hier Anna Maria für euch zusammen.

 

 

In der Woche vom 05.02.2018 bis zum 09.02.2018 fand sich die Seminargruppe Grün zum Zwischenseminar im kleinen Städtchen Havelberg ein, wo uns im ELCH, dem Erlebnispädagogischen Centrum Havelberg, auch gleich die Havel begrüßte. Wer hätte nach der langen Anreise durch sprichwörtliche Mondlandschaften gedacht, dass es dort so idyllisch sein würde?

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Nachdem wir die Zimmer unter uns aufgeteilt und die ein oder andere Stärkung zu uns genommen hatten, starteten wir am Montagnachmittag mit ein paar Spielen, aber auch unseren Bedürfnissen und Wünschen für die kommenden Tage, in unsere Seminarwoche. Nach dem Abendbrot stand noch eine Bastelsession auf dem Plan, in der tolle, vielfältige aber vor allem individuelle Namensschilder entstanden sind, die am nächsten Tag schon unseren Eso-Baum schmücken sollten. Wie auch im letzten Seminar gab es die Möglichkeit, abends am offenen Team teilzunehmen, um den Tag nochmal reflektieren und Anliegen für den nächsten Seminartag äußern zu können. Die meisten von uns waren von den neuen Eindrücken jedoch so geflasht, dass sie danach nur noch ins Bett fielen, um am Morgen von der über der Havel aufgehenden Sonne geweckt zu werden.

Fluch oder Segen? – In Havelberg wurden wir vom Haus versorgt, sodass jede*r ohne große Mühe (außer der, morgens aus dem Bett zu kommen) am Frühstück teilnehmen konnte, um dann mit dem ersten WUP im Freien und bei strahlendem Sonnenschein mehr oder weniger energiegeladen in den Tag zu starten. Thema am Dienstag waren Konflikte aller Art, natürlich auf unsere Einsatzstellen bezogen, die wir in unseren Supportgruppen darstellten, um sie danach gemeinsam zu analysieren und Lösungsansätze zu finden. Ein persönliches Highlight hat für mich die kollegiale Beratung im Rahmen des Open Space dargestellt, da wir in kürzester Zeit eine immense Anzahl von Ideen zur Konfliktlösung erarbeitet haben, die auf den gestellten Fall angewendet werden sollten. Eine kleine Weisheit, die wir daraus mitgenommen haben ist, dass man manchmal absurde Gedanken aufschreiben sollte, um wieder Platz für Produktives zu schaffen. Als kleinen Ausblick auf den darauffolgenden Tag meisterten wir als Gruppe ein Spiel aus dem Bereich Spielpädagogik und stellten womöglich mit unseren Moorüberquerungskünsten einen kleinen Rekord auf. Nach dem Abendbrot gingen wir zum Punkt Dom@Night über, bei dem wir, wie der Name schon verrät, den Havelberger  Dom im Rahmen einer abendlichen Führung besichtigt haben und im Chorraum unsere Gesangskünste unter Beweis stellten.

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Wie bereits erwähnt waren wir am Mittwoch sehr verspielt – natürlich nur zu Arbeitszwecken! Den Vormittag und auch einen Teil des Nachmittags nutzten wir dazu, um zu klären, warum Spiele so wichtig sind und welche Kompetenzen man mit ihnen fördern kann. Um unsere Theorie in die Praxis umzusetzen, probierten wir auch einige Spiele aus und entwickelten sogar unsere eigenen. Im zweiten Teil des Nachmittags ging es spielerisch weiter, denn unsere Stadtrallye stand an, die Sarah und Jonathan im Vorfeld vorbereitet hatten. Um Havelberg mal auf eine andere Art zu erkunden, mussten wir die Challenge „Hans im Glück“ erfüllen – dabei wurden wir in drei Teams losgeschickt, die jeweils ein rohes Ei zur Verfügung hatten, um sich hoch zu tauschen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Havelberger*innen so tauschfreudig sind, denn am Ende dieses Tages saßen wir uns im Stuhlkreis mit vielen neuen Impressionen von Havelbergs Stadtkern, zwei Weinflaschen, einem Retro-Kinderlaptop, zwei Holzbooten, einer asiatischen Holzfigur und diversen anderen Dingen gegenüber. Ziel erfüllt! Am Abend gab es die Möglichkeit, noch bei einer Vorleserunde von Franzi und Christians Traumreise abzuschalten und zu entspannen, damit wir kreativ in den neuen Tag starten konnten.

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Gesagt, getan, denn am Donnerstag waren unsere grauen Zellen gefragt. Zur Auswahl standen zwei Workshops – Hip Hop und Poetry Slam – in die wir uns schon im Laufe der Woche eintragen konnten. Der Hip Hop Workshop wurde von Ali geleitet, einem Mitglied der MOMA in Halle, welcher am Mittwochabend sein Zimmer bei uns bezog. Der Poetry Slam Workshop wurde hingegen aus unseren eigenen Reihen durch Luna, Lukas, Pascal sowie Tino organisiert und durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Tages haben wir dann bei unserem gemeinsamen Abschlussabend präsentiert und den Resultaten zufolge, war dieser Tag ein voller Erfolg. Das Wichtigste dabei war jedoch, sich mit sich selbst und seinen bisherigen Erlebnissen auseinanderzusetzen und diese zu reflektieren. Egal ob auf eine lustige oder melancholische Art, die Ergebnisse waren weitreichend. Einige Passagen des Raps werden wohl zu unserem Seminargruppenjingle werden „Gurke… ist die längste mir bekannte Gemüsesorte – Is so!“, obwohl auch der  #Obsthafermüslimix eine gute Reflexion dieser Woche darstellt.

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Was erst so lang schien, war nun doch mit einem Wimpernschlag zu vergleichen – der Freitag war schneller da als gedacht und mit ihm die große Aufräumaktion. Da jede*r mit angepackt hat, war dies sehr schnell erledigt, sodass wir gemeinsam die Seminarwoche ausgewertet haben um zum Schluss, mit je einer Wunderkerze, unser persönliches Wunder der letzten Tage zu benennen und den Zauber an die anderen weiterzugeben. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hieß es nun Bye Bye Havelberg, Bye Bye SG Grün – doch keine Bange, wir sehen uns ja schon bald wieder!

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

Eindrücke vom Zwischenseminar der SG Grün

(Bericht von Anna Maria Kolbe)